Heizung / Heizkosten

Wohlfühlen und Heizkosten im Griff

Eine warme Wohnung im Winter ist wichtig für Ihr Wohlbefinden. Gleichzeitig macht die Heizung oft den größten Teil der Nebenkosten aus. Die gute Nachricht: Mit ein paar einfachen Handgriffen können Sie viele kleinere Heizungsprobleme selbst lösen und dabei Ihre Heizkosten niedrig halten.

In Ihrer Hausgemeinschaft können Sie sich gegenseitig unterstützen: Wenn jemand bereits Erfahrung mit dem Entlüften oder Einstellen der Heizung hat, kann er es den anderen zeigen. Gemeinsam lernen geht schneller, und oft ist es einfacher als gedacht. So bleiben alle warm und sparen gleichzeitig Geld.

Wenn Sie größere Probleme frühzeitig melden, können teure Reparaturen vermieden werden. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel Geld sparen.


Heizkosten sparen

Die Heizung macht oft den größten Teil Ihrer Nebenkosten aus. Mit der richtigen Nutzung können Sie jedoch viel Geld sparen, ohne auf Komfort verzichten zu müssen.

Richtig lüften und heizen

Fenster geschlossen halten beim Heizen: Wenn die Heizung läuft, sollten die Fenster geschlossen sein. Sonst heizen Sie nach draußen und verschwenden Energie.

Stoßlüften statt Fenster kippen: Öffnen Sie die Fenster für 5 bis 10 Minuten komplett, dann schließen Sie sie wieder. So tauschen Sie die Luft aus, ohne dass die Wände auskühlen. Gekippte Fenster über längere Zeit kühlen die Wohnung aus und kosten viel Geld.

Nachts herunterdrehen: In der Nacht können Sie den Drehknopf auf Stufe 2 oder 1 stellen. So sparen Sie Energie, ohne dass es zu kalt wird.

Möbel von der Heizung wegstellen: Wenn Möbel direkt vor der Heizung stehen, kann die warme Luft nicht richtig zirkulieren. Halten Sie etwas Abstand.

Nicht unter Stufe 2 heizen: Wenn Sie zu wenig heizen, kann Schimmel entstehen. Das wird teuer und gesundheitsschädlich. Heizen Sie lieber konstant auf einer mittleren Stufe.

Thermostat richtig verstehen

Viele Menschen denken, dass die Heizung schneller warm wird, wenn man den Drehknopf auf Stufe 5 stellt. Das stimmt nicht. Das Thermostat regelt nur, wie lange geheizt wird – nicht wie schnell.

Stufe 3 bedeutet: Die Heizung heizt, bis der Raum etwa 20 Grad erreicht hat. Dann schaltet sie ab.

Stufe 5 bedeutet: Die Heizung heizt, bis der Raum etwa 28 Grad erreicht hat. Das dauert länger und kostet mehr Geld.

Die Heizung wird nicht schneller warm, wenn Sie auf 5 stellen – sie heizt nur länger. Wenn Sie also 20 Grad haben möchten, stellen Sie auf Stufe 3. Das spart Geld.

Video-Anleitung (sehr informativ): Heizungsthermostat richtig einstellen – In diesem Video lernen Sie genau, wie ein Thermostat funktioniert und wie Sie es richtig nutzen.

Heizung wird nicht warm?

Wenn eine Heizung nicht warm wird, können Sie oft selbst etwas tun. Hier sind die häufigsten Ursachen und einfache Lösungen:

1. Drehknopf prüfen

Prüfen Sie, ob der Drehknopf an der Heizung auf mindestens Stufe 3 steht. Wenn nicht, drehen Sie ihn nach rechts auf die gewünschte Stufe.

2. Ventil gangbar machen (nach dem Sommer)

Wenn die Heizung den ganzen Sommer über abgedreht war, kann das Ventil klemmen. Das passiert besonders bei älteren Heizkörpern.

Video-Anleitung für alte Gussheizkörper: Ventil wieder gangbar machen

3. Luft rauslassen (Entlüften)

Wenn Luft im Heizkörper ist, wird er nicht richtig warm. Oben an der Heizung befindet sich ein kleines Ventil. Mit einem Entlüftungsschlüssel (gibt es im Baumarkt) drehen Sie es auf. Es zischt, weil Luft herauskommt. Sobald Wasser kommt, drehen Sie das Ventil sofort wieder zu.

Video-Anleitung für neuere Heizkörper: Heizung entlüften

4. Wasser nachfüllen

Wenn nach dem Entlüften mehrere Heizungen nicht warm werden, fehlt möglicherweise Wasser im Heizungssystem. Bitte melden Sie uns vorher, wenn Sie Wasser nachfüllen möchten, damit wir Sie beraten können.

Video-Anleitung: Wasser nachfüllen

5. Ventil unten prüfen

Unter jedem Heizkörper befindet sich ein großes Ventil. Prüfen Sie, ob es offen ist. Wenn der Griff parallel zum Rohr steht, ist das Ventil offen. Wenn er quer steht, ist es geschlossen und muss geöffnet werden.

6. Heizung ist nachts (22 Uhr bis 6 Uhr) kalt

Wenn Sie nachts nach Hause kommen – zum Beispiel nach einer Party oder von der Arbeit – und die Heizung kalt ist, liegt das meistens an der Nachtabsenkung. Das ist keine Störung, sondern eine bewusste Einstellung der Heizungsanlage.

Warum wird nachts die Heizung heruntergefahren?

Die Nachtabsenkung hilft dabei, 25 bis 30 Prozent Heizkosten zu sparen. Das bedeutet weniger Energieverbrauch und niedrigere Betriebskosten für die gesamte Hausgemeinschaft. Ohne diese Einsparung wären die Heizkosten deutlich höher – und damit auch Ihre Nebenkostenabrechnung oder die Miete.

Als Vermieter könnten wir die Heizung auch nachts voll laufen lassen, aber dann müssten wir die höheren Kosten weitergeben. Die Nachtabsenkung ist also eine faire Lösung, die allen hilft, Geld zu sparen.

Was bedeutet das für Sie?

Die Nachtabsenkung spart Ihnen Kosten in der Nebenkostenabrechnung. Nachts ist ohnehin die Zeit, in der Sie schlafen – unter der Bettdecke ist es warm genug. Tagsüber und in den Abendstunden läuft die Heizung normal, sodass Sie es in Ihrer Wohnung gemütlich haben.

Wann sollten Sie uns kontaktieren?

Nicht jedes Heizungsproblem ist ein Notfall. Hier erfahren Sie, wie Sie die Dringlichkeit einschätzen können:

Notfall: Alle Heizkörper sind im Winter kalt

Wenn im Winter alle Heizkörper in Ihrer Wohnung kalt bleiben, obwohl Sie sie aufgedreht haben, ist das ein Notfall. In diesem Fall funktioniert die gesamte Heizungsanlage nicht. Bitte kontaktieren Sie uns sofort über die Notfallnummer.

Problem: Ein einzelner Heizkörper bleibt im Winter kalt

Wenn im Winter ein einzelner Heizkörper nicht warm wird, während die anderen funktionieren, ist das ein Problem, aber kein Notfall. Meist liegt es daran, dass das Thermostat kein Wasser durchlässt oder Luft im Heizkörper ist. Versuchen Sie zunächst die oben beschriebenen Lösungen (Entlüften, Ventil prüfen). Wenn das nicht hilft, melden Sie es uns bitte – aber es besteht keine akute Gefahr.

Im Sommer: Kein Notfall

Wenn die Heizung im Sommer nicht funktioniert, ist das kein Notfall. Melden Sie das Problem einfach, damit wir es vor der nächsten Heizperiode beheben können.

Probleme frühzeitig melden

Je früher Sie uns Probleme melden, desto schneller und kostengünstiger können sie behoben werden. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel Geld sparen.

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